Lagos – am südwestlichen Zipfel Portugals

Lagos – am südwestlichen Zipfel Portugals

Nach dem Trip nach Albufeira stand ich am nächsten Tag direkt wieder am Bahnhof von Faro. Diesmal sollte es mich nach Lagos(Portugal) verschlagen, eine Stadt, die mir von einem Mitreisenden empfohlen wurde. Albufeira war mir hauptsächlich als Touristenhochburg in Erinnerung geblieben, daher war ich gespannt was Lagos zu bieten hat.

Wieder mal ging es am Morgen also mit dem Zug los. Zugfahren ist in Portugal eine erstaunlich günstige Angelegenheit, für nur 7,40€ kommt man bequem in 1:30 Stunden nach Lagos. Diesmal hielt der Zug nicht eine Stunde entfernt, sondern direkt hinter der Marina von Lagos.

Promenade an der Marina in Lagos Portugal

Jeder der mit dem Zug nach Lagos will muss daher durch die Marina laufen. Das wissen auch sämtliche Touristikunternehmen der Stadt, weshalb es am Boulevard der Marina bisweilen zugeht wie auf einem Basar. Dicht aneinander gereiht stehen dort die Verkaufsstände der Touranbieter.

An der Küste entlang zum Ziel

Der Arco de Sao Gonzalo in Lagos, Portugal
Arco de Sao Gonzalo

Wer dem Weg entlang der Marina folgt wird unweigerlich am Marktplatz der kleinen Stadt und am Fortaleza de Lagos vorbeikommen einem alten Fort an der Küste, das von außen sehenswert ist, die 2 Euro Eintritt aber nicht wirklich lohnt, es sei denn ihr steht auf Keramikaustellungen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Arco de Sao Gonzalo. Der ist Teil des Castelo de Lagos, einer alten Burganlage von der nur Reste übrig sind. Bei meinem Besuch wurde dort gerade renoviert, weshalb ich hier keine schönen Bilder aus dem Inneren zeigen kann.

Stattdessen bin ich weiter in die Stadt hinein gegangen und habe mir den Marktplatz näher angesehen. Die dortige Kirche Igreja de Santa Maria ist weniger spannend, dafür ist der Eintritt frei. Spannender war da der Mercado de Escravos, ein Museum das sich mit der Geschichte des Sklavenhandels in Lagos und Portugal befasst. Die Ausstellung dort ist in zwei Etagen aufgeteilt und im zweiten Teil mit Augmented Reality Elementen angereichert.

Plakat zur Igreja de Santo António in Lagos, Portugal

Durch die Stadt ging’s dann weiter zur Igreja de Santo Antonio, einer sehr kleinen Kirche die im Innern unglaublich detailreiche Holzschnitzereien mit Blattgoldüberzug beherbergt. Leider darf man dort weder Fotografieren noch Filmen, daher hier nur ein kleines Bild des Ausstellungsplakats. Ihr werdet euch wohl selbst ein Bild machen müssen.

Weiter ging es zurück an der Küstenstraße von Lagos entlang bis zum Praia de Estudantes, dem Studentenstrand. Von dem aus kann man einen guten Blick auf eine der letzen aus der Römerzeit erhaltenen Brücken zwischen den Klippen der Stadt werfen kann. Die Brücke selbst kann man leider nicht betreten, sie gehört zu einem Privatanwesen.

Strandabenteuer

Treppen hinunter zum Praia do Pinhao, Lagos Portugal
Hier fehlen ein paar Stufen

Folgt man jedoch der Küstenstraße etwas weiter kommt man schnell an den nächsten Strand, den Praia do Pinhao. Der direkteste Weg zum Praia do Pinhao führt über die Reste einer alten bröckeligen Festungsanlage hinunter und dann einen mutigen Sprung über eine nicht mehr existente Treppe hinweg ca. 1,60 Meter in die Tiefe.

Ich habe an der Stelle lange überlegt ob ich den Sprung wage oder lieber auf die Bilder verzichte. Letztendlich bin ich doch zum Strand runtergesprungen. Nur um dann nach einem kurzen Weg durch die nächste Felsspalte zu merken, dass ich es auch einfacher hätte haben können. Auf der anderen Seite der Felsen gab es eine intakte Treppe zum Strand. m)

Höhle im Fels des Praia do Pinhao in Lagos

Trotzdem hat sich der Weg hinunter gelohnt, es gibt dort einige interessante Höhlen im Fels. Wenn man den Strand entlang bis zum Ende geht, kann man bei Niedrigwasser versuchen sich unter einem Felsvorsprung durch eine kleine Lücke zu quetschen um eine weitere Höhle zu erkunden. Das war mir dann allerdings doch etwas zu abenteuerlich und vor allem auch zu eng, um es zu versuchen.

Stattdessen bin ich lieber über die Treppe wieder nach oben auf die Klippen gestiegen und dann die Klippen entlang zum nächsten Strand in Lagos gewandert, dem Praia Dona Ana. Hier reichte die Zeit leider nur für einen kleinen Kaffee, bevor es zurück in die Stadt ging um mit dem Zug nach Faro zurück zu fahren. Zu gerne wäre ich noch den Weg bis zum Ponta da Piedade gegangen um dort per Boot die Höhlen der Küste zu erkunden. Ich kann euch daher nur raten in Lagos mindestens 2 Tage einzuplanen und nicht wie ich nur einen kurzen Tagesausflug innerhalb Portugals zu machen.

Weihnachtsdeko auf dem Marktplatz von Lagos, Portugal
Frohe Weihnachten

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