Japan in 7 Tagen – Ein Reiseplan

Japan in 7 Tagen – Ein Reiseplan

Ihr wollt unbedingt nach Japan, habt aber leider nur 7 Tage Zeit um das Land zu bereisen und wollt dabei möglichst viel mitnehmen? Als Freund von gemütlichen längerfristigen Reisen muss ich da natürlich erstmal schlucken, das wird stressig und alles andere als Urlaub.

Aber ihr habt es so gewollt, hier mein Japan in 7 Tagen Express Reiseplan.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung eures 7-Tages-Trips nach Japan empfehle ich euch den Japan-Railpass zu besorgen. Den Railpass gibt es nur außerhalb Japans oder gegen einen heftigen Aufpreis zu kaufen. Mit dem Railpass könnt ihr eine Woche lang so oft mit der Bahn fahren wie ihr wollt. Das spart unter Umständen richtig Geld. Außerdem solltet ihr euch beim Abholen des Railpass eine RFID-Dauerkarte für den ÖPNV in Japan holen. Diese IC-Karten heißen entweder ICOCA, PASSMO oder mySUICA, je nach Region in der ihr einkauft.

Ok, los geht’s.

Tag 1 – Hiroshima & Miyajima

Friedenspark Hiroshima an Tag 1 - Japan in 7 Tagen
Friedenspark in Hiroshima

Guten Morgen und herzlich Willkommen in Japan. Genießt euer Frühstück und macht euch dann auf zum Bahnhof um euren JR-Railpass abzuholen und eine ICOCA-Karte zu besorgen. Die könnt ihr im Anschluss direkt ausprobieren und damit zum Friedenspark Hiroshima fahren und euch in der Zeit bis zum Mittag die Gedenkstätten im Park anschauen. Ich kann euch zum Beispiel den Atomic-Bomb-Dome, das Hiroshima-Peace-Memorial-Museum und das Denkmal für die Opfer der Atombombe empfehlen.

Gegen Mittag begebt ihr euch zum Anleger an der Ostseite des Parks und nehmt die nächste Fähre zur Insel Miyajima. Auf Miyajima habt ihr den ganzen Nachmittag Zeit, euch das berühmte rote Torii im Wasser und den dazugehörigen Shinto-Schrein anzuschauen und ein wenig mit den herumlaufenden Rehen zu posieren.

Miyajima an Tag 1 - Japan in 7 Tagen
Miyajima

Gegen Abend wird es Zeit mit der Fähre zurück nach Hiroshima zu fahren und sich zum Abendessen die lokale Spezialität Okonomiyaki, eine japanische Pfannkuchen-Interpretation, zu gönnen. Anschließend geht es mit dem Shinkansen weiter nach Kyoto ins Hotel.

Tag 2 – Kyoto

Kinkaku-ji in Kyoto an Tag 2 von Japan in 7 Tagen
Kinkaku-ji

Macht euch nach dem Frühstück auf den Weg zum Kinkaku-ji, einem goldenen Tempel-Pavillon im Nordosten der Stadt. Hier könnt ihr bis zum Mittag durch die Anlage streifen. Wenn ihr denn früh genug da seid, müsst ihr euch auch nicht mit Touristenmassen um die besten Fotospots prügeln.

Gegen Mittag solltet ihr euch vom goldenen Tempel lösen. Wenn euch jetzt bereits der Hunger plagt, sucht euch in der Nähe etwas zu Essen. Ansonsten begebt euch zum Kyoto Handicraft Center. Dort findet ihr allerlei Handgemachtes aus Japan, wie Keramik, Sake oder schöne Tee-Service. Eine perfekte Gelegenheit sich mit handgemachten Souvenirs einzudecken.

Nachmittags geht es weiter zum großen Nishiki Market. Wenn ihr bisher noch nichts gegessen habt, könnt ihr euch hier im Lebensmittelmarkt die Bäuche vollschlagen. Verbringt den Nachmittag mit einer gemütlichen Tour durch den unglaublich vielseitigen und riesigen Markt.

Gasse in Gion
Gion

Zum Abend hin empfehle ich euch den Besuch des Geisha Districts Gion. Dort findet ihr nicht nur viele traditionelle Häuser und Tempel, auch einige Geishas könnt ihr auf dem Weg von Kunde zu Kunde hin und her flitzen sehen.

Euer Abendessen könnt ihr in einem der vielen kleinen Restaurants und Bars der Gegend einnehmen. Ich empfehle euch zum Beispiel Yoshino Sushi Pontocho für die japanische Spezialität schlechthin.

Tag 3 – Kyoto

Nach einem Tag voller Shopping und Geishas habt ihr heute hoffentlich den Kopf frei für zwei der bekanntesten Attraktionen Kyotos.

Bambuswald mit weniger Touris
Arashiyama Bambuswald

Begebt euch nach dem Frühstück zum Arashiyama Bambus-Wald am westlichen Ende Kyotos und genießt die Atmosphäre zwischen den hohen Bambusstangen. Am Ende des Bambuswalds könnt ihr einen kleinen Geheimtipp besuchen, die Villa des berühmten Samurai-Schauspielers Okochi Sanso. Im dortigen Teehaus bekommt ihr eine Schüssel Matcha-Tee und ein kleines Gebäck.

durch diese rote Gasse - Fushimi Inari Taisha
Fushimi Inari Teisha

So gestärkt fahrt ihr am Nachmittag mit der Bahn zum Fushimi Inari Teisha am anderen Ende Kyotos. Beim Aufstieg zum Gipfel werdet ihr an einigen der Millionen roter Torii vorbeikommen. Sie säumen den Weg nach oben und haben den Teisha berühmt gemacht. Der Besuch des Fushimi Inari Teisha nimmt den gesamten Nachmittag in Anspruch.

Dafür werdet ihr gegen Abend mit dem besten Licht für Fotos und einem wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang über Kyoto belohnt.

Tag 4 – Osaka

Osaka an Tag 4 - Japan in 7 Tagen
Osaka Castle

Nach drei vollgepackten Tagen könnt ihr heute nach dem Frühstück erstmal im Hotel ausspannen. Wenn eure Energie reicht, könnt ihr aber natürlich die Tempel um den Hauptbahnhof erkunden. Vom Dach des Hauptbahnhofs hat man übrigens auch einen schönen Blick über Kyoto.

Gegen Mittag heißt es Abschied von Kyoto zu nehmen, denn es geht weiter nach Osaka. Dort angekommen, könnt ihr euch das Osaka Castle und den umliegenden Park anschauen. Abends solltet ihr euch in die Gegend um Dotonbori begeben.

Dotonburi ein Meer aus Neon
Dotonbori

Dotonbori und die Straßen drum herum gehören zu den quirligsten Gegenden Osakas. Ähnlich wie am Timesquare erwartet euch eine Menge bunter japanischer Leuchtreklame und Shopping-Möglichkeiten.

Wenn ihr euch satt gesehen habt, steigt in den nächsten Shinkansen nach Tokyo.

Tag 5 – Tokyo

Der Japan Kurztrip in 7 Tagen geht langsam seinem Ende entgegen, ich hoffe ihr habt noch Energie für die letzte Etappe – Tokyo.

Shibuya, Tokio - Japan in 7 Tagen
Shibuya

Nach dem Frühstück geht es in den Shibuya District wo ihr zur Rushhour die wohl belebteste Kreuzung der Welt erleben könnt. Aus dem Starbucks an der Kreuzung habt ihr einen wunderbaren Blick auf das Gewusel der Shibuya Crossing. In der Nähe der Kreuzung findet ihr die Statue des treuen Hunds Hachiko der dort noch immer auf seinen verstorbenen Besitzer wartet.

In Shibuya gibt es soviel zu entdecken, das ihr ohne Probleme den Rest des Tages auf Erkundungstour verbringen könnt.

Tag 6 – Tokyo

Akihabara

Nach dem Viertel Shibuya begeben wir uns heute in ein anderes bekanntes Viertel Tokyos.

Macht euch nach dem Frühstück auf nach Akihabara. Der Distrikt wird auch Electric City genannt, weil sich dort zu früheren Zeiten sehr viele Elektronik-Geschäfte angesiedelt haben. Mittlerweile ist Akihabara darüber hinaus noch für eine Fülle an Fotogeschäften und als Hotspot der japanischen Anime- und Nerd-Kultur bekannt. Ein Besuch in Akihabara ist die ideale Gelegenheit für einen ausgiebigen Arcade-Marathon und eine Erkundungstour durch verrückte kleine Spezialgeschäfte. Natürlich könnt ihr auch den größten Kamerahändler überhaupt besuchen und den Nachmittag durch den Yodobashi Camera Megastore streifen.

Gegen Abend solltet ihr euch zum Tokyo Metropolitan Government Building begeben. Dort gibt es eine kostenlose Aussichtsterrasse, von der ihr einen wunderbaren Blick über Tokio habt.

Tag 7 – Tokyo

An eurem letzten Tag in Japan geht es mal wieder um etwas Kultur.

Kaiserliche Gärten, Tokio
Kaiserpalast in Tokyo

Macht euch nach dem Frühstück auf zum Kaiserpalast und lasst euch von den kaiserlichen Gärten verzaubern, der Eintritt ist frei. Begebt euch nach eurem Gartenbesuch gegen Mittag zur Gegend um die Daiba Bridge. Dort könnt ihr am Strand gemütlich ein Bierchen trinken und euch die Skyline von Tokyo anschauen.

Nachmittags solltet ihr das Pflichtprogramm für Tokyo schlechthin absolvieren. Am Tokyo Tower könnt ihr euch gebührend von Tokyo verabschieden. Auf dem Weg dorthin könnt ihr ein Stück zu Fuß über die Daiba-Bridge laufen.

Damit habt ihr einige der bekanntesten Teile von Japan in 7 Tagen gesehen. Abgesehen davon hat Japan natürlich viele andere tolle Ziele zu bieten, sehr viele schöne Tipps zu Japan findet ihr auch im Japan-Blog von Wolfgang Schmidl.

Mir persönlich wäre das ein bisschen zu viel in kurzer Zeit, was denkt ihr? Würdet ihr für nur 7 Tage nach Japan reisen oder doch lieber länger bleiben?

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