Wien Tag 3 – Schönen Brunn’ haben sie da

Wien Tag 3 – Schönen Brunn’ haben sie da

Heute ist tatsächlich schon der letzte Tag in Wien, denn morgen steht ein Tagestrip nach Bratislava auf dem Plan und Donnerstag geht der Flug zurück nach Bremen. Bevor ich abreise muss ich aber noch einen Ort besuchen ohne den keine Wien-Reise komplett wäre – Schloss Schönbrunn.

Das Schloss von Kaiser Franz und Sissi ist angeblich das Schönste in Wien. Mit der U-Bahn Linie 4 kommt man sehr angenehm und schnell dorthin.

Schlosspark Schönbrunn

Am Schloss ist Ruhe, weit und ist kein Reisebus zu sehen, Corona hat wohl die meisten Touristen verschreckt. So wirkt der Schlosspark, bis auf ein paar Menschen die sich doch hierhin verirrt haben, wie ausgestorben. Hier und da nutzen ein paar Restauratoren des Schlosses die Gelegenheit um die vielen im Park verteilten Statuen wieder in 1A Zustand zu versetzen.

Den größten Teil des Parks finde ich ehrlich gesagt nicht so besonders, es ist halt grün. Einige kleine Ecken sind es dann doch wert entdeckt zu werden, so finden sich immer wieder kleine Nischen mit Brunnen und Statuen. Der beeindruckendste Teil des Schlossparks ist der große Neptunbrunnen hinter dem Schloss. Dort beginnt der Weg den Schlossberg hinauf zur Gloria, einem kleinen Palais mit Cafe und wunderbarem Blick über die umliegende Gegend. Die Rasenflächen auf dem Weg zur Gloria werden hier von Roboter-Rasenmähern in Stand gehalten, was in Anbetracht des alten Schlosses im Hintergrund ein kurioses Bild abgibt.

Oben angekommen bietet sich ein fantastischer Ausblick runter zum Schloss, man kann zwar noch weiter nach oben steigen muss dann aber Eintritt zahlen, die paar Meter spare ich mir. Bevor ich nun wieder zurück zum Schloss laufe, will ich noch einen Blick auf den Tirolerhof werfen, einem alten Bauernhaus das auch sehr schön sein soll. Von der Gloria bis dorthin sind es nur ein paar hundert Meter. Leider stellt sich schnell heraus, das der Tirolerhof innerhalb des Tierparks Schönbrunn liegt und man also auch hier Eintritt zahlen muss und zwar nicht zu knapp, ca. 22 Euro kostet hier das Ticket.

Schnell fällt die Entscheidung, den Tirolerhof links liegen zu lassen und zurück zum Schloss zu gehen. Nun schnell zur Bahn, denke ich, denn ich will noch die Urania Sternwarte besuchen, bevor sie schließt. Aber halt, hier ist nichts los. Die Gelegenheit das Schloss von Innen zu besichtigen, ohne Massen von Touristen auf die Füße zu treten, ist jetzt günstig.

Schloss Schönbrunn

Also ab ins Schloss. Ich werfe mein letztes Geld in die Kasse und kaufe ein Ticket für die kleine Rundtour durch das Schloss Schönbrunn. Es stimmt, die Gelegenheit ist günstig. Normalerweise muss man sich vorab für eine Eintrittszeit entscheiden und dann pünktlich dort sein, sonst verfällt das Ticket. Wer zu früh dran ist darf sich in der langen Schlange anstellen und darauf warten hinein zu dürfen.

Tadaa, das selbe Bild wie jeder andere auch.

Nicht so an diesem Tag. Eine Schlange gibt es nicht, die Eintrittszeiten sind egal, am Eingang werde ich einfach durch gewunken. Kein Wunder außer mir ist kaum jemand hier, auch mal schön. So kann ich in Ruhe durch die Räume streifen und mir die Geschichte des Schlosses anhören. Fotos darf man leider keine machen, nur am Ende der Führung gibt es eine Ausnahme im Festsaal. Sehr schade, aber verständlich. Wenn hier zu Spitzenzeiten tausende Besucher pro Tag durchgeschleust werden, hält jeder der länger für ein Foto stehenbleibt den gesamten Betrieb auf. Daher nun hier das eine Foto von innerhalb des Schloss Schönbrunn, das wohl jeder Besucher gemacht hat.

Nach einer kleinen Rundtour durch das Schloss muss ich nun aber wirklich weiter. Es ist bereits halb fünf. Hoffentlich schaffe ich es noch vor 17:00 Uhr zur Urania damit ich wenigstens einen kleinen Blick hinein werfen kann.

Strandbar Herrmann

Leider klappt das nicht ganz. Ich komme pünktlich zum Toresschluss der Urania an, mir bleibt also nur Bilder von außen zu machen. Doch wo sich eine Tür schließt, öffnet sich ein gutes Fläschchen, neben der Urania gibt es eine wunderbare Strandbar. Also setze ich mich erstmal für ein gemütliches Bier an den Strand und schaue mir die Schnittstelle zwischen Donau und Seitenkanal an. Dort mischt sich das blauegrüne Wasser der Donau mit dem trüben Wasser des Kanals. Ein interessantes Schauspiel, doch langsam bekomme ich Hunger. Es wird Zeit für ein letztes Abendessen in Wien, bevor ich zurück fliege.

Wiener Schnitzel und Strudel sind mir mittlerweile über, zum Glück gibt es direkt am Dom eine israelische Streetfood-Kitchen. Es gibt Chicken Spachtel. Was nach Baustelle klingt, ist in Realität eine Art Döner mit Chicken und Hummus, dazu gibt’s einen leckeren hausgemachten Eistee. Falls ihr mal in Wien seid, Miznon kann ich echt empfehlen.

Jetzt bin ich gespannt, wie es morgen in Bratislava aussehen wird.

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