A long road ahead – Auf dem Fahrrad in den Sonnenuntergang

A long road ahead – Auf dem Fahrrad in den Sonnenuntergang

Gestern abend hat mir Mr. Ap, der Eigentümer des Barn1920s Hostels* in Vientiane einen kleinen Geheimtipp verraten, seinen Lieblingsplatz zum Beobachten des Sonnenuntergang kurz außerhalb der Stadt. An einer Stelle des Mekong, ca. 15km außerhalb der Stadt zerteilt eine kleine Insel den Fluss. Dort befinden sich an der Uferseite zur Stadt hin ein paar kleinere Restaurants und Bars mit Blick auf den Fluss. Von dort aus kann man sich das Schauspiel wunderbar bei einem Bierchen und gutem Essen ansehen.

Aufsatteln zum Sonnenuntergang in Vientiane

Das wollte ich mir anschauen, also verlängerte ich meinen Aufenthalt um eine Nacht und fuhr heute Morgen direkt zum Fahrradverleih. Für die etwas weitere Strecke, wollte ich mich dort den fahrbaren Untersatz organisieren. Die Fahrräder des, mir von Amine empfohlenen Verleihs, waren alle mehr oder weniger klapprige, alte Modelle, die beim kräftigen in die Pedale treten knarzten und krachten.

Auf dem Weg zum Sonnenuntergang in Vietiane

Das hätte mir eine frühe Warnung sein sollen besser auf’s TukTuk zu setzen. Aber nein – was wäre denn ein Abenteuer, wenn man jeden Warnhinweis vorher genau studiert und einhält.

Der Weg ist das Ziel

Also machte ich mich gegen 17:30 auf den Weg zum empfohlenen Aussichtspunkt. 15km, das ist ja bloß die doppelte Entfernung von daheim zur Uni, das sollte in 50min doch machbar sein.

Leider habe ich die Qualität des mir anvertrauten Drahtesels doch um Einiges überschätzt. Die Gangschaltung bot mir die Optionen “langsam” oder “schwergängig” an. Der Verkehr auf den Straßen tat sein Übriges dazu mich in meinem Vorhaben zu behindern.  

Trotz dieser kleineren Unannehmlichkeiten schaffte ich es unterwegs, das ein oder andere Rennen an der Ampel für mich zu entscheiden. Die belustigten Blicke der Einheimischen ob des über die Landstraße strampelnden Farangs ignorierend, trat ich weiter in die Pedale und erreichte beinahe rechtzeitig mein Ziel. Lediglich 5km trennten mich noch vom besten Viewpoint in Vientiane, als es plötzlich schlagartig dunkel wurde.

Sonnenuntergang Vietiane

18:30 – die Uhr hatte gewonnen, ich hatte verloren, das machte der dunkelrot-orangene Himmel unmissverständlich deutlich. Der Sonnenuntergang war weg und ich von der Qualität der mich erwartenden Kneipen und Restaurants nicht mehr so arg überzeugt. Um nicht nochmal bei kompletter Dunkelheit den Weg zurück zu müssen wie in Da Lat, entschied ich mich wieder umzudrehen. Statt an der Mekong Insel beim Sonnenuntergang, entschied ich mich in einer Pizzaria bei Bier und Pizza von Vientiane zu verabschieden.

Pizza

Tschüss Vientiane, morgen Abend gehts weiter in Richtung Thailand. Ich werde sie vermissen, die angeblich langweiligste Hauptstadt Südostasiens.

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