Snow White and the 7 dwarfs – Ein Tag im weißen Tempel und im Baan Dam Museum

Snow White and the 7 dwarfs – Ein Tag im weißen Tempel und im Baan Dam Museum

Der heutige Tag begann früh, um 7:30 wurde ich zur Chiang Rai Daytour abgeholt. Es ging zum berühmten weißen Tempel des Künstlers und Architekten Chalermchai Kositpipat. Sowie zum blauen Tempel und zum Baan Dam Museum, dem Vermächtnis des mittlerweile verstorbenen Künstlers Thawan Duchanee.

Unsere Tour ging nach einem kleinen Zwischenstopp an den heißen Quellen zwischen Chiang Rai und Chiang Mai, als Erstes zum weißen Tempel, dort hatten wir ca. 1 Stunde Aufenthalt, was im Nachhinein etwas kurz gehalten war.

Der weiße Tempel

Der weiße Tempel ist ein wirklich abgefahrenes und ziemlich exzentrisches Exemplar eines buddhistischen Tempels. Das von Chalermchai Kositpipat zusammen mit seinen Schülern gebaut wird – ja, wird – die Tempelanlage ist immer noch im Bau und soll erst in 2070 endgültig fertiggestellt sein. Der Weg zum Tempel führt über eine Brücke unter der die verdammten Seelen nach dem Gläubigen greifen. Im Innern des Tempels findet man Wandmalereien, die im unteren Bereich die Versuchungen der Hölle darstellen und im oberen Bereich die Zusammenkunft der Gestorbenen im Himmel symbolisieren. Als Versuchungen werden dabei unter anderem Comiccharaktere und Pop-Kultur zitiert. Leider darf innerhalb des Tempels nicht fotografiert werden. Daher müsst ihr schon selbst hinfahren, wenn ihr einen Blick darauf werfen wollt.

Der Rest der Tempelanlage besteht im Wesentlichen aus einem Museum über den Künstler und seine Werke, sowie dem obligatorischen Souvenirshop.

Blauer Tempel

Weiter ging’s dann mit dem blauen Tempel, einem wesentlich weniger spektakulären Ziel. Der musste wohl hauptsächlich als Lückenfüller herhalten, hier hatten wir nur 20 Minuten Zeit und die war dafür definitiv ausreichend. Der blaue Tempel ist halt hauptsächlich blau und im Inneren schön bemalt, aber im Wesentlichen ein Tempel wie jeder Andere auch.

Spannender war das nächste und finale Ziel der Tour das Baan Dam Museum des verstorbenen Künstlers Thawan Duchanee. Der hat zu Lebzeiten diverse Kunstgegenstände gesammelt und geschaffen. Viele davon sind auf seinem ehemaligen Privatanwesen in mehreren Häusern und Hütten versammelt. Das Baan Dam Museum wird auch als Black House bezeichnet und ist ein bisschen Kontrastprogramm zum weißen Himmelstempel von Chalermchai Kositpipat. Hier dreht sich alles um die Unterwelt bzw. die Hölle.

Das Baan Dam Museum

Viele Skulpturen aus Hörnern, Leder und toten Tieren finden sich dort. Aber vor allem hatte der Mann anscheinend ein Faible für Geschlechtsteile, Hier reiht sich eine Penisskulptur an die Nächste. Es gibt große Penisse, kleine Penisse, Penis-Schalen, Penis-Suppenkellen, Penis-Sessel und natürlich des Künstlers Äquivalent zum Wackeldackel, den Wackelpenis.

Für den Besuch dieses obskuren Museumspark war in der Tour die meiste Zeit vorgesehen. Sagenhafte anderthalb Stunden hatten wir um uns alles anzuschauen. Die Zeit hat man allerdings auch gebraucht um alle Teile der Anlage zu besichtigen.

Im Anschluss ging’s für unsere kleine Reisegruppe wieder zurück in Richtung Chiang Mai. Die Tour hat Spaß gemacht, war aber auch recht anstrengend. Dementsprechend sind wir alle nun hundemüde und freuen uns aufs Bett.

Morgen Abend geht’s für mich dann mit dem Nachtzug wieder zurück in den Süden nach Ayutthaya.

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