Leben wie ein König, eine Nacht im Marina Bay Sands

Leben wie ein König, eine Nacht im Marina Bay Sands

Das Marina Bay Sands ist nicht nur durch seine markante Architektur eines der berühmtesten Hotels weltweit. An der letzten Station meiner Reise habe ich mich entschieden mir eine Nacht im Marina Bay Sands zu gönnen, um euch anschließend hier zu berichten was euch dort erwartet. Diese Nacht habe ich nun hinter mir. Mein Gepäck befindet sich aktuell in der Aufbewahrungsstelle des Marina Bay Sands, während ich hier im Cafe in der Orchard Road sitze und diesen Artikel tippe. Also, wie war es denn nun im Marina Bay Sands zu übernachten und was darf man an Perks erwarten?

Nun, die ganze Experience, wenn man es so nennen will, begann gestern Nachmittag mit dem Check-In. Nachdem ich mit dem Bus am frühen Nachmittag am Golden Mile Tower angekommen war, ging es mit der Metro weiter bis zur Bayfront Station unter dem Marina Bay Sands. Shoppes@Marina Bay SandsAus der Bayfront-Station kommt man direkt in das Shoppes@MarinaBaySands, ein gewaltiges Luxus-Einkaufszentrum unterhalb des Hotels. Den Weg vom Shoppes ins eigentliche Marina Bay Sands zu finden, war gar nicht so einfach. Die Wegweiser im Shoppes sind nicht unbedingt aussagekräftig, was den Weg zur Rezeption des Hotels angeht. Zum Glück stehen im hinteren Bereich des Centers alle paar Meter Mitarbeiter, die einem die richtige Richtung weisen können. So bin ich dann nach einigem Umherirren doch noch zur Rezeption gekommen.

Check-In

Die Rezeption ist riesig, absolut gigantisch, 20 Mitarbeiter kümmern sich dort um die Gäste, das Gepäck und alles drum herum. An der Rezeption wurde ich sehr freundlich begrüßt und erhielt trotz des absoluten “Sparpaket” das ich gebucht hatte, ein Upgrade auf eine Suite im 35. Stock mit Stadtblick. Eigentlich hätte ich ein kleines Zimmer im Erdgeschoss ohne Aussicht bekommen, so hat das Hotel den ersten Eindruck auf jeden Fall sehr positiv gestaltet, ein Hoch auf die Nebensaison. Beim Erledigen der Formalitäten wurde ich noch freundlich darauf hingewiesen, dass meiner Kreditkarte 200$ zusätzlich als Kaution belastet würde. Diese Kaution bekomme ich natürlich zurück wenn ich nix kaputtmache, ein durchaus übliches Vorgehen bei Hotels dieser Kategorie.

Marina Bay Sands - FlurNach den Formalitäten wurde mir mein Zimmerschlüssel ausgehändigt und es gab einen kleinen Begrüßungsdrink. Ein Mitarbeiter kümmerte sich um mein Gepäck, so dass ich mich entspannt auf den Weg zum Zimmer machen konnte.

Der Aufzug zum 35. Stock war extrem fix verfügbar, insgesamt sind 6 Aufzüge pro Hotelturm vorhanden, die einen schnellen Weg zu den Zimmern ermöglichen. Mein Zimmer lag in Turm 3 in einem luxuriösen, ruhigen Flur, schon dort war die Aussicht beeindruckend.

The Room

Als ich mein Zimmer betrat wurde klar, warum das MBS als eine der besten Erfahrungen gilt, die man als Urlauber haben kann. Ich öffnete die Zimmertür und steckte meine Karte in den entsprechenden Schlitz um die Beleuchtung einzuschalten. Das Licht wurde eingeschaltet, dann öffnete sich der Vorhang am Fenster und gab den Blick auf die Skyline Singapurs frei. Das klingt jetzt nicht nach viel, aber stellt euch mal vor ihr hättet vorher 3 Monate lang in Hostels übernachtet und euch dort mit 10 Leuten ein Zimmer geteilt und kommt nun in dieses Luxushotel. Dieser Moment ist wirklich schwer zu beschreiben, seht am Besten selbst.

Nachdem ich mich ausgiebig über die abgefahrene Aussicht und das mega Zimmer gefreut hatte, klingelte es auch schon an der Tür und der Page stand mit meinem Rucksack in der Hand vor mir.

Nach erfolgreicher Rucksackübergabe erklärte er mir noch kurz die Annehmlichkeiten meines Zimmers. Dazu gehören unter anderem Express-Zimmerservice, Bügeleisen + Brett, Bademantel + Schlappen und eine Schublade voller Tee und Instant-Kaffee. Die Ausstattung ist durchaus sehenswürdig, den Instant-Kaffee habe ich allerdings in allen billig Hostels ebenfalls bekommen. Warum das Marina Bay Sands als Luxushotel mit Zimmerpreisen um die 1000$ hier nicht auf eine höherwertige Lösung wie z.B. ein Kapselsystem setzt, ist mir schleierhaft. Zumal sich der Flagship-Store eines bekannten Kapselespresso-Anbieters direkt unterhalb des Hotels im dazugehörigen Einkaufszentrum befindet. Zimmer der Deluxe Kategorie im Marina Bay SandsAußerdem gab es natürlich auch eine Minibar mit Getränken und Snacks. Die Preise in der Minibar waren deutlich auf das Luxus-Niveau des Marina Bay Sands angepasst, 8$ für ein KitKat sind schon ‘ne Ansage. Per Zimmerservice kann man sich hier von allen Restaurants des Hauses die feinsten Gerichte aufs Zimmer liefern lassen. Natürlich ebenfalls zu einem entsprechend stolzen Preis(35$ der Burger!!).

To Infinity and Beyond – Der Pool

Lange habe ich mich nicht in meinem Zimmer aufgehalten, ich wollte unbedingt noch das Schmuckstück des Marina Bay Sands ausprobieren. Das ist der riesige Infinity-Pool der sich über die drei Türme des Hotels erstreckt. Von außen sieht er aus als wäre ein riesiges Schiff auf den Türmen gestrandet. Vom Pool aus hat man einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt. Die Aussichtsplattform für Externe Zutritt zum Pool haben allerdings nur die Gäste des Marina Bay Sands, für mich war das einer der Hauptgründe dort einzuchecken.

Mit Bademantel und Zimmerkarte machte ich mich also auf den Weg zum Pool. Das Panorama dort ist wirklich sehenswert, leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Daher war ein längerer Aufenthalt auf der Liege am Pool mit Cocktail in der Hand leider keine wirkliche Option. Blick vom Pool des Marina Bay SandsStattdessen habe ich mich im warmen Pool aufgehalten und die Skyline der Stadt genossen.

Abends bin ich im Foodcourt des Shoppes@MBS essen gegangen. So sehr mich auch die Restaurants im Marina Bay Sands gereizt hätten, der Preis des Zimmers war schon recht hoch, da waren mir Pizza oder Burger die 35$ nicht wert. Vor allem nach den Preisen für richtig gutes Essen in Kambodscha, Malaysia, und Vietnam, ist ein Burger für 35$ einfach nur überteuert.

Das Bett

Die Nacht im Zimmer war äußerst angenehm, es ließ sich dort wirklich sehr gut schlafen. Die Aussicht auf die Skyline bei Nacht war noch einmal atemberaubender als schon bei Tag.

Skyline von Singapur

Check-Out

Heute Morgen versuchte ich die Zeit bis zum Checkout noch so lange wie möglich auszukosten und habe erst kurz vor Eintreffen der Cleaning-Crew mein Zimmer verlassen. Das ich ein wenig überzogen habe, hat zum Glück keiner mitgekriegt. Im Foyer stehen überall Quick-Checkout Boxen, in die man seine Schlüssel zwecks Checkout werfen kann. Leider hatte ich mein Armband aus Kambodscha im Zimmer liegen lassen. Dank des Purser an der Rezeption bekam ich das Armband jedoch schnell wieder zurück und konnte sogar noch meine Postkarten verschicken. Das Gepäck habe ich im Luggage-Storage untergebracht. So kann ich in Ruhe die Orchard Road erkunden und letzte Souvenir-Einkäufe tätigen .

Fazit

Das Marina Bay Sands Hotel war ein besonderes Erlebnis, das man wohl nur einmal im Leben hat. Die Begrüßung und des Level des Service sind einfach einzigartig. Auch der Pool auf dem Dach ist einen Blick wert. Das Ganze hat allerdings auch einen recht heftigen Preis, in wenig besuchten Zeiten gehen die Zimmer bei ca. 440$/Nacht los, dafür könnte man in Vietnam zwei Wochen lang gut leben.

Insgesamt ist die Erfahrung trotz der hohen Preise eine gute. Wer schon immer mal in einem Pool über der Stadt schwimmen wollte oder einfach nur auch ein Pool-Bild für Instagram haben will, sollte die Homepage des Hotels im Auge behalten, dort gibt es öfter Sonderangebote.

Ich werde nun hier meinen Kaffee austrinken und mich langsam wieder auf den Weg zurück zum Hotel machen, dort meine Sache abholen und dann zum Flughafen. Danke Singapur, danke MBS es war schön.

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