Fujikawaguchiko, auf der Suche nach dem Fuji View

Fujikawaguchiko, auf der Suche nach dem Fuji View

Gestern Abend bin ich von Kanazawa nach Fujikawaguchiko gefahren. Als ich spät abends das Hostel Ks House Fuji-View erreichte, konnte man den Fuji in der Ferne im Dunst noch erkennen.

Heute morgen sind die Wolken und die Dunkelheit verschwunden und man kann den Fuji direkt vom Frühstücksraum des Hostels sehen. Nach dem Frühstück ging’s zum Bahnhof in Fujikawaguchiko, dort bekommt man ein 2-Tages-Flatrate Ticket für die hiesigen Buslinien.

Oishi Park

Die Recherche zum Fujiyama und der näheren Umgebung ergab, dass es wohl einen wunderbaren Spot für Fuji-Fotos auf der anderen Seite des Lake Kawaguchiko gibt, den Oishi-Park. Auf dem Weg dorthin viel mir auf der Karte ein Spot auf, der Maples corridor heißt, dort bin ich dann spontan ausgestiegen, um mir das japanische Herbstlaub anzusehen.

Zu Fuß ging es dann weiter in Richtung des Oishi Park. Unterwegs stieß ich auf einen wunderbaren Spot für Fotos direkt am Wasser. Dort habe ich dann erstmal ein paar Minuten angehalten um Bilder zu schießen.

Als sich die Zeit der goldenen Stunde näherte, ging ich weiter am Wasser entlang zum Oishi Park. Dort warteten schon viele Fotografen auf den perfekten Moment während des Sonnenuntergang. Das Wasser war leider etwas zu unruhig um eine schöne Reflexion zu bekommen. Die Bilder sind für den Anfang  trotzdem ganz gut geworden.

Fuji bei Sonnenuntergang

Abgesehen von Touristen, Fotografen und einem schönen Blick auf den Mt. Fuji gibt es im Oishi Park auch einen kleinen Souvenirladen. Vor dem Laden steht eine kleine Fuji-Skulptur, so kann man dort die große und die kleine Variante des Fuji zusammen in einem Bild festhalten. Da ich meine Bilder während des Sonnenuntergangs gemacht habe, war es mittlerweile natürlich absolut düster geworden. Ich habe mich daher entschieden mit dem Bus zurück zu fahren, anstatt wieder zu Fuß zu gehen. Dabei lernte ich einen weiteren Interessanten Unterschied zwischen der japanischen und der deutschen Kultur kennen.

Der kleine und der große Fuji

Like a bus

In Japan scheint es eine Ansage des Fahrers zu geben, ab der niemand mehr in den Bus einsteigt, auch wenn der noch nicht voll ist. Der Busfahrer hatte allerdings nicht mit uns westlichen Reisenden gerechnet. Ohne seine japanische Ansage verstanden zu haben guckten wir auf den halb-leeren Bus und auf die paar Leute in der Schlange vor uns, die sich nicht zu bewegen schienen. Als die ersten 2-3 Leute keine Anstalten machten, sich zum noch halb leeren Bus zu bewegen, gab es für uns westlich Geprägte kein Halten mehr. Im Bus war noch Platz, also machten wir ihn voll. Auf dem Weg zu den anderen Haltstellen wurde dann klar warum sich vorhin vermutlich kein Japaner bewegt hatte. Der Busfahrer musste leider sämtliche Fahrgäste an den weiteren Haltestellen auf den nächsten Bus verweisen. Wofür er sich an jeder einzelnen Haltestelle überschwänglich entschuldigte.

Die Japaner warten also anscheinend alle höflich auf den nächsten Bus und lassen ein wenig Platz für weitere Fahrgäste, während wir Westler versuchen den verfügbaren Platz noch auszufüllen. Oops!

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