Ein Besuch im Friedenspark Hiroshima

Ein Besuch im Friedenspark Hiroshima

Heute vormittag nahm ich mir die Zeit für einen Besuch im Friedenspark Hiroshima. Der Park wurde als Erinnerung an die Opfer des Atombomben-Angriffs im 2. Weltkrieg errichtet und befindet sich auf einer kleinen Insel des Ota-River in Hiroshima. 

Da mein Hostel im südlichen Teil von Hiroshima gelegen ist, kam ich auf dem Weg durch den Friedens-Park als Erstes am Friedens-Museum vorbei. Das Museum ist eine Kombination aus Gedenkstätte und Dokumentationszentrum für die Opfer des Atombombenabwurfs. Leider ist es aktuell für Renovierungsarbeiten geschlossen, so dass ich keinen Blick hinein werfen konnte.

Stattdessen ging ich erstmal zur hinter dem Museum gelegenen Friedensflamme. Diese Flamme brennt seit 1964 ununterbrochen als Symbol für den Frieden. Sie soll so lange weiter brennen, bis alle Atomwaffen verschwunden sind.

Friedensgedenkhalle

In der Nähe der Friedensflamme befindet sich die “Nationale Friedensgedenkhalle für die Atombombenopfer”, sie ist eine der imposantesten Gedenkstätten im Park.

Im Gebäude läuft man erst gegen den Uhrzeigersinn eine Rampe hinunter und dreht so die Zeit zurück bis zur Stunde null. Am Fuße der Rampe angekommen, erreicht man einen runden Raum und steht mitten im Epizentrum der Explosion. Lässt man den Blick über die Wände schweifen, blickt man auf das Panorama der zerstörten Stadt, ein Wandmosaik aus bestehend aus ZAHL Kacheln, eine für jedes Opfer.

Abgesehen von einem Brunnen der in der Mitte des Raumes vor sich hin plätschert, ist es hier vollkommen still. Man fühlt sich richtig an den Zeitpunkt am 6. August 1945 um 8:15 versetzt, als die Geräuschkulisse einer einst lebhaften Stadt verstummte. Nur langsam schleicht sich der Brunnen mit seinem leisen dahinplätschern ins Bewusstsein, so wie die Rufe der Überlebenden nach Wasser zur damaligen Zeit die Stille durchbrochen haben müssen.

Verlässt man nun diesen Ort der Stille, begegnet man einer schier endlosen Liste an Opfern, die auf Bildschirmen herunterlaufen. Durch eine Treppe gelangt man wieder hinauf in die Archive und kann sich dort die Geschichten einiger Überlebender anhören.

Unweit der Gedenkhalle befindet sich der Atomic-Bomb-Dome, ein ehemaliges Gebäude der Industrie- und Handelskammer das die Explosion weitestgehend überstanden hat. Leider habe ich es nicht mehr geschafft dort vorbeizuschauen.

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