Alle Lampen an – 3 Tage Partycruise durch die Ha Long Bay
Wenn man schonmal im Norden Vietnams unterwegs ist, bietet es sich natürlich an auch die Ha Long Bay zu besuchen. Das kann man entweder vom Land oder vom Wasser aus tun. Ich entschied mich nach einigem Überlegen für eine etwas teurere 3-Tages Partycruise durch die Ha Long Bay, die vom Hostel angeboten wurde. Für umgerechnet 200€ sollte einiges geboten werden, Kajakfahren, Wassertrampolin, Privatinsel, etc.
Ab geht die Partycruise
Morgens um 9:00 ging’s los. Mit dem Bus fuhren wir zum Hafen in Ha Long, wo uns ein Tenderboot auf unser Schiff brachte. Unser Guide Barry sorgte unterwegs schonmal für die richtige Heiterkeit, indem er uns allen die 3 wichtigsten Fragen stellte. „Wie heißt du?“, „Wo kommst du her?“ und „Bist du Single?“. Leider trieb unsere Männlein/Weiblein-Single Verteilung mit 30 zu 4 ziemlich schief im Wasser. Daher verfolgten wir das Thema lieber nicht weiter und konzentrierten uns darauf, welches denn wohl unser Boot sein würde. Auf dem Weg zum Schiff kamen wir an so manchem rostigen alten Kahn vorbei, der seine Ha Long Kreuzfahrten anpries. Jedes passierte Gammel-Boot sorgte für ein hörbares Aufatmen bei unserer Reisegruppe, schließlich wollten wir keinesfalls auf so einer Schrottkiste mitfahren.
Unser Schiff hat uns dann doch überrascht. Ein flottes, 3-stöckiges Kreuzfahrtschiff wartete auf uns, alles noch tip-top in Schuss. Wie wir später erfuhren war der Kahn grad mal ein Jahr alt. An Board erwarteten uns drei Bars, drei Jacuzzis/Whirlpools, sowie luxuriöse Kabinen mit Balkon und eigenem Bad. Mit soviel Luxus hatten wir gar nicht gerechnet. Damit konnte die Partycruise in der Ha Long Bay beginnen.
Auf dem Zimmer
Kurz nach der Vorstellung der Crew ging es dann auch schon auf die Zimmer. Ich lande mit einer reizenden Dame aus den USA im Zimmer, deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Viel Zeit zum Quatschen blieb uns auch nicht. Kaum hatten wir es uns gemütlich gemacht und wollen das Schiff genauer inspizieren, rief auch schon der Maat zur ersten Aktivität des Tages – Bieryoga. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, der suche einfach nach Yoga Positionen und stelle sich vor die abgebildeten Personen hätten ne Dose Bier mit langem Strohhalm in der Hand.
Nach einer erstaunlich anstrengenden (und verdammt witzigen) Yoga-Stunde, starteten wir ohne große Pause in die nächste Aktivität – Kajaking.
Kajaking
Jeder der wollte schnappte sich ein Kajak und los ging’s. Wer Glück hatte wurde mit einer weiteren Person zusammen ins Kajak gesetzt und hatte damit die doppelten PS zur Verfügung. Wer mich kennt, weiß das ich mal wieder zu spät auf den Trichter kam, ins Kajak zu hopsen. So hatte ich dann als Einzelkämpfer viel Spaß die doppelt motorisierten Kajaks einzuholen. Mein Bizeps sah danach irgendwie größer aus, weiß auch nicht woher das kommt. ;-D So paddelte die Gruppe dann schließlich geschlossen durch eine Höhle hindurch in eine kleine Bucht, um das Echo in der Ha Long Bay zu testen. Unsere eifrigen Echo-Tests wurden jedoch jäh durch ein Gewitter unterbrochen, das zuerst uns und dann unsere Kanus unter Wasser setzte. So dass wir schnellstens den Rückweg zum Cruiseship antraten.
Das Personal an Bord war bereits auf unsere Rückkehr vorbereitet und hatte das Wasser-Trampolin ausgepackt, um uns bei Laune zu halten. Verdammt lustige Aktion so auf dem Wasser treibend herum zu hüpfen. Auch wenn man mal daneben sprang und in der Bucht landete war das kein Problem, das Wasser hatte gemütliche Badewannen-Temperatur. Wem wirklich kalt wurde, der sprang dann halt in eines der 3 Jacuzzis an Bord und wärmte sich wieder auf.
Nach dem Abendessen vertrieben wir uns die Zeit mit Musik und Party. Die Details dieser Party bleiben hier besser im Verborgenen. Nur so viel: war gut.
Freedom Island



Leider wurden wir am nächsten Morgen recht früh von unserem Guide Barry aus dem Bett geholt. Denn für 10 Partycruiser mit ein bisschen extra Budget stand an Tag 2 der Besuch auf der Privatinsel Freedom Island an. Freedom Island erhält seinen Namen aus dem Umstand das keinerlei Aktivitäten geplant sind und man im Prinzip tun kann, worauf man Lust hat. Ich entschied mich für die Mischung aus Hängematte, Beachvolleyball und Kajak und ein bisschen Baywatch. Zwei hübsche Däninnen haben leider das Boot ohne Stöpsel erwischt. So lagen sie auf dem Rückweg ein bisschen tiefer, da rettet Man(n) natürlich gern. Abends traf man sich zum BBQ wieder und verschwand dann recht schnell in den Betten. Die Abreise am nächsten Tag war bereits für 7:00 morgens angesetzt.
Am nächsten Tag brachte uns das Tender-Boot leider pünktlich wieder zurück aufs Hauptschiff. Dort warteten mittlerweile bereits andere Partygänger auf ihren Transfer aufs Freedom Island . Für unsere Gruppe stand nun nur noch eine kleine Kochshow zum Thema „How to Frühlingsrolle“ und dann die Rückkehr in den Hafen auf dem Plan. Dort angekommen, brachte uns ein Bus zurück nach Hanoi, wo wir schließlich um 22:00 Uhr wieder eintrafen.


